Ratgeberaktualisiert 6. September 20262 Min. Lesezeit
Firmenumzug planen: Zeitschiene, IT und Mitarbeiterrechte

Beim Firmenumzug ist der Transport der einfachste Teil. Kritisch sind IT-Ausfallzeit, Aktenrecht und die Frage, ob Beschäftigte überhaupt zum neuen Standort müssen.
Zeitschiene
| Vorlauf | Aufgabe |
|---|---|
| 6 bis 12 Monate | Standortentscheidung, Mietvertrag, Flächenplanung, Betriebsrat einbinden |
| 4 bis 6 Monate | Ausschreibung Umzugsdienstleister, IT-Konzept, Anschlüsse beauftragen |
| 2 bis 3 Monate | Möblierung, Beschilderung, Adressänderung bei Register und Kunden |
| 4 Wochen | Packplan je Arbeitsplatz, Etikettensystem, Schlüsselkonzept |
| Umzugswochenende | IT zuerst ab, zuletzt auf: Server müssen vor den Menschen laufen |
Die drei häufigsten Fehler
- Internetanschluss zu spät bestellt. Geschäftsanschlüsse mit garantierter Bandbreite haben Bereitstellungszeiten von acht bis sechzehn Wochen. Das ist regelmäßig der Engpass, nicht der Möbeltransport.
- Aktenvernichtung unterschätzt. Personal- und Buchhaltungsunterlagen unterliegen Aufbewahrungsfristen (§ 147 AO, § 257 HGB). Was weg darf, muss nach DSGVO und DIN 66399 vernichtet werden, nicht im Container landen.
- Beschäftigte übergangen. Ein Umzug in eine andere Stadt kann eine Versetzung sein, die vom Arbeitsvertrag gedeckt sein muss. Bei Betrieben mit Betriebsrat besteht ein Mitbestimmungsrecht nach § 99 BetrVG.
Was den Angebotspreis bestimmt
Anders als beim Privatumzug zählt nicht das Volumen allein, sondern die Zahl der Arbeitsplätze, die Aktenmenge in laufenden Metern, Serverschränke und Sonderausstattung wie Tresore oder Laborgeräte. Rechnen Sie mit 250 bis 600 Euro je Arbeitsplatz bei einem Ortsumzug, deutlich mehr bei Fernumzug oder Wochenendarbeit.
Stand: September 2026. Keine Rechtsberatung.
Passende Rechner
Umzugskosten-RechnerUmzugsvolumen-RechnerUmzugskartons-RechnerLadungsmeter-RechnerTransportkosten-RechnerUmzugswagen-Rechner
Weitere Ratgeber
Fehler auf dieser Seite entdeckt? Fehler melden